SPÖ Pregarten

Möglichkeiten, wie du die SPÖ unterstützen kannst

Mitmachen

Chronik

Chronik

Chronik der

SPÖ Pregarten

1945 bis 1970

im Überblick

 

Autor:

Andreas Prandstötter

Ersatzgemeinderat Stadtgemeinde Pregarten

Parteichronist SPÖ Pregarten

 

Anmerkung

Es wird hier keinesfalls eine vollständige Chronik der Gemeinde- und Parteiarbeit wiedergegeben sondern nur Auszüge.

 

Die Anfänge (1906 – 1918)

Bereits sehr früh taucht der erste Hinweis auf eine Pregartner Ortsgruppe auf. Die Ortsorganisation erhielt eine Einladung zur Bezirkskonferenz am 1.4.1906 in Schwertberg (die Ortsgruppe Schwertberg wurde 1890 gegründet). Am 21.12.1906 war das allgemeine gleiche Wahlrecht Wirklichkeit geworden, allerdings noch immer unter Ausschluss der Frauen und der Personen unter 24 Jahren.

In Pregarten wurden bei den ersten Volkswahlen am 14.5.1907 25 sozialdemokratische Stimmen abgegeben, in Hagenberg 27, in Wartberg 31 und in Mistlberg 46.

Seit 1908 bestehen in Prägarten eine sozialdemokratische und eine christlichsoziale Eisenbahnerorganisation, deren jeweiliger Sitz in Linz bzw. in Gaisbach war.

Die Arbeiter der 1905 gegründeten Porzellanfabrik (heute Kulturhaus Bruckmühle) organisierten sich 1908/09 gewerkschaftlich und 1909 fand die erste 1. Mai-Feier des Bezirkes am Werksgelände der Porzellanfabrik Pregarten statt, organisiert von der Ortsgruppe der Union der Porzellanarbeiter. Festredner war Gen. Dresia, berichtet die ”Wahrheit” vom 7.5.1909.

1910 streikten auf Grund von Arbeitskonflikten die Steinarbeiter im Bezirk Perg, zu dem Prägarten noch bis 1906 gehörte.

Diese frühe Zeit der Sozialdemokratie in Pregarten muss noch genauer erforscht werden. Für die Zeit bis zum Ausbruch des WK I gibt es jedoch kaum Hinweise auf die politische Arbeit der Sozialdemokratie. Was bis dahin noch existiert hat, ist wahrscheinlich während des Krieges dann eingegangen, zumal die Organisation ausschließlich von Männern getragen worden war, die ja einrücken mussten.

 

Die Aufbauarbeit nach dem WK I / Die 1. Republik (1918 – 1934)

Am 28.6.1914 werden der Thronfolger Erzherzog Franz Ferdinand und seine Frau in Sarajevo erschossen. 1918 wird der gewünschte Anschluss an Deutschland von den Siegermächten verboten und es kommt am 12.11.1918 zur Gründung der Republik Deutsch-Österreich.

Endlich am 27. 11. 1918 wird das Wahlrecht auf alle Männer und Frauen (!) über 20 Jahre ausgedehnt.

In den Reihen der am 1. Dezember 1918 gegründeten sozialdemokratischen Partei Pregarten waren die ersten Arbeitersportler zu finden.

In Pregarten entstand im Jahre 1922 der „Arbeiter-, Turn- und Sportbund“ (ATSV) aus und mit der „Sozialistischen Jugend“. Der Großteil der Mitglieder war in beiden Organisationen verankert.

Die Jugendorganisation der sozialdemokratischen Partei, Ortsgruppe Pregarten, war in zwei Sparten (Gesang und Sport) tätig. Der Musikgruppe gehörten u.a. an: Plank, Hansl Kainz, Kastner Peter.

Nach dem bundesweiten Wahlsieg im Februar 1919 war man beeindruckt und man erlebte erstmals eine sozialdemokratische Versammlung auch in Hagenberg, Gutau, Tragwein und Zell. Weitere Gründungen waren im ersten Halbjahr 1919 u.a. auch Gutau, Kefermarkt, Tragwein und Gaisbach-Wartberg.

Am 18.5.1919 finden Landtags- und Gemeinderatswahlen (Prägarten 7 sozialdemokratischen Mandate, Prägartsdorf 4, Wartberg und Gaisbach je 5) statt.

Die Sozialdemokraten wagten sich sogar auf das schwierige Gelände der Landarbeiter vor. Und siehe da, im Juli 1919 gründen lt. Versammlungsbericht 30 Landarbeiter eine neue Ortsgruppe der Gewerkschaft.

Die politischen Parteien formieren sich neu und bis auf Ortsebene herab wird in der 1. Republik teils heftig gestritten. Wirtshausraufereien waren wahrscheinlich auch in Pregarten nicht selten.

Am 25.8.1919 findet vor dem Gemeindeamt eine Demonstration aufgrund der Lebensmittelsituation statt (Tagblatt, 29.8.1919). Da sich die Sozialdemokraten sowohl bei der Lebensmittelaufbringung als auch bei der Preisregelung als konsequente Konsumentenanwälte bewährten, kamen sie laufend mit den Bauern in Konflikt. Am 31.8.1919 kam es zu einer Demonstration in Prägarten, zu der auch die angrenzenden Ortsorganisationen eingeladen wurden.

„Die Mutter im Haus
Kennt am besten die Not,
Sie denkt an die Kinder
Und wählt daher rot!“
(Wahlpropaganda zu den NR-Wahlen 1920)

 

Bei den ersten Arbeiterkammerwahlen im März 1921 gab es folgendes Pregartner Ergebnis: 156 sozialdemokratischen Stimmen, 21 christl. u. 8 dt.-völk.

Die scharfe politische Konfrontation mit den Bürgern und Bauern, mit der christlichsozialen Partei und den nationalen Gruppen führten dazu, dass sich in der Arbeiterbewegung eine Fülle von Vereinen bildete, die das gesamte Bildungs-, Kultur- und Freizeitbedürfnis der Arbeiter abdeckten und dazu noch wirtschaftliche und rechtliche Interessen wahrten.

Die Mitgliederzahlen in Pregarten haben sich wahrscheinlich mit der Entwicklung im Bezirk und auch landesweit gedeckt. Im Bezirk ging die Mitgliederzahl in den Jahren 1922 bis 1931 von 2063 auf 1255 zurück. Ein wichtiger Faktor dabei war sicherlich die hohe Arbeitslosigkeit, denn der Anteil der Arbeitslosen an der Mitgliederzahl 1931 betrug 42,8 Prozent!

Am 6.4.1924 finden Gemeinderatswahlen statt. 1926 kommt Dr. Ernst Koref zur Maifeier nach Prägarten. Am 14.4.1929 finden die letzten GR-Wahlen bis 16.10.1949 statt.

Die Lokalorganisation Pregarten hatte bereits vor 1934 auch eine Theatergruppe, eine Kindergruppe, eine Bibliothek und ging turnen (siehe ATSV).

Bereits 1921 hatte die Arbeiterschaft des Bezirkes scharf gegen die Gründung einer Heimwehr in Freistadt protestiert. Heimwehr-Ortsgruppen gab es fast in jeder Gemeinde des Bezirkes. Den sozialdemokratischen Republikanischen Schutzbund gab es nur in Freistadt, Kefermarkt und Tragwein.

 

Austro-Faschismus (1934-1945)

1933 wird nach der Kommunistischen Partei und der NSDAP auch das Parlament ausgeschaltet, 1934 der Rest der Demokratie. U.a. wird die Auflösung der Sozialdemokratischen Partei und der Freien Gewerkschaft verfügt und über Oberösterreich das Standrecht verhängt. Deutsch-nationale Vereine durften, allerdings mit Einschränkungen, weiterbestehen.

Seit 1934 gab es keine gewählten Gemeindevertretungen mehr. Das Machtmonopol lag bei der Vaterländischen Front. Die letzte Mandatsverteilung vor 1934 bzw. 1938 in Prägarten lautete 15 ÖVP und 3 SPÖ.

Bereits mit 12. Februar 1934 werden alle sozialdemokratischen Gemeinderäte entlassen (74 insgesamt im Bezirk). Amtlich aufgelöst wurde in der Folge die Gemeindevertretung von Prägartsdorf, die zu diesem Zeitpunkt überwiegend sozialdemokratisch (inkl. Bürgermeister) war. Dasselbe Schicksal ereilte Wartberg und Mistlberg.

Der Obmann der Sozialdemokratischen Partei in Pregarten, Franz Jaksch, wurde sogar eine Zeit lang in „Schutzhaft“ genommen. Es kam zu amtlichen (vom Bezirkshauptmann angeordneten) Hausdurchsuchungen.

Max Spitzl, Pregartner Arbeiter-Turner, verkaufte die Arbeiterzeitung „Die Unzufriedene“ und wurde deshalb 1934 in Pregarten inhaftiert. U.a. war auch Vinzenz Treschl, später Träger der Victor-Adler-Plakete 1934 6 Monate im Kreisgericht St. Pölten wegen illegaler Betätigung für die Sozialdemokratische Partei in Haft.

Einige hundert Schutzbündler des unteren Mühlviertels trafen sich am 12. Februar 1934 in Mauthausen. Zu Kampfhandlungen ist es dort jedoch nicht gekommen. Nach einigen deprimierenden Tagen des Wartens ging man wieder heim. Die Freistädter Abordnung (ca. 10 Mann) wurde dabei jedoch in Prägarten verhaftet und bis in den April hinein im Bezirksgericht inhaftiert.

Die ständische Verfassung vom 1. Mai 1934 nannte den bisherigen „Gemeindeausschuss“ in „Gemeindetag“ um. Sie bestimmte ferner die Gliederung dessen in bestimmte Gruppen.

In den Jahren 1934 – 1938 kämpften die Sicherheitsbehörden gegen linken („Revolutionäre Sozialisten und Kommunisten“) und rechten (Nationalsozialisten) Untergrund. Der rechte machte den Behörden mindestens zehnmal so viel Arbeit wie der linke. 1936 flog eine illegale linke Gruppierung im Raum Pregarten/Wartberg/Hagenberg auf. Und 1938 kam es zu zahlreichen Verhaftungen im Raum Pregarten/Wartberg unter sozialdemokratischen Eisenbahnern, die ihre Abneigung gegen das neue Regime lauthals verkündet hatten.

Sämtliche sozialdemokratischen Vereine wurden aufgelöst und ihr Eigentum und Vermögen eingezogen. In Prägarten waren dies lt. Liste der Bezirkshauptmannschaft (Erlaß vom 19. 11. 1934):

Bezirksorganisation der sozialdemokratischen Partei (Sitz in Prägarten)
Arbeiter-Radfahrer-Bund Prägarten
Sozialistische Arbeiterjugend Prägarten

Auch in Wartberg/Aist wurde wie überall die Sozialistische Arbeiterjugend aufgelöst.

In Hagenberg wurde die Arbeitermusikkapelle ebenfalls von den Behörden zunächst aufgelöst. Zu ihrem Schrecken musste die dann feststellen, dass sich die Kapelle nie als Verein konstituiert hat und sich die Instrumente – zumindest formalrechtlich – in Privatbesitz befanden.

Nicht erfasst in dieser Liste sind die Sozialdemokratischen Frauenorganisationen, die es u.a. neben Kefermarkt und Gaisbach-Wartberg auch in Prägarten gab.
Nationalsozialismus (1938 – 1945)

Die Exilführung der österreichischen Sozialdemokratie beauftragt ihre Funktionäre, angesichts von SS und KZ, auf Widerstand zu verzichten. Nur die Kommunisten versuchen von der ersten Stunde an, einen organisierten Widerstand aufzubauen, bleiben damit aber nur in größeren Städten erfolgreich.

Aus Oberösterreich wird Oberdonau und aus Prägarten, Prägartsdorf, Selker, Hagenberg, Wartberg und Untergaisbach per 1.7.1938 die Großgemeinde Pregarten. 1941 kommt Unterweitersdorf dazu. Ab 31. 10. 1938 wird Prägarten und Prägartsdorf mit „e“ geschrieben. Nun kam die Zeit der Herren Walkner, Sandhöfner, Fröhlich, Knoll, ….

 

Neubeginn (1945 – 1955)

1945 – 1948:

Die erste Ausschusssitzung der Pregartner Sozialdemokratie nach dem WK II. findet am 23.8.1945 statt. Unter Obmann Herbe sitzen die Genossen Mörixbauer, Baumgartner, Prandstetter, Reitmaier, Bachler, Schön, Jaksch und Brückl beisammen. U.a. wird die Zusammensetzung des Gemeindeausschusses, wie seinerzeit beschlossen, einstimmig befürwortet.

Ab 9.9.1945 werden jeden Sonntagvormittag im GH Kartusch oder zumeist im GH Spendlingwimmer (Parteilokal) Ausschuss-Sitzungen abgehalten, die – natürlich – immer mit dem sozialdemokratischen Gruß „Freundschaft“ geschlossen werden. Erste Themen sind u.a. die Verbrechen der Nazis, Registrierung, Rückblicke bis 1934, Wiederöffnung der öffentlichen Leihbibliothek der Partei, Gründung einer Arbeitermusik und das Zeitungswesen. Sehr bald geht man an den Aufbau einer Jugendbewegung heran.

Im Kino-Saal findet am 21.10.1945 die erste Mitglieder-Versammlung statt und im GH Spendlingwimmer (Fürst) am 16.12.1945 die erste Jahreshauptversammlung. Die ersten Wahlen bringen – einstimmig – folgendes Team:

Obmann: Karl Bachler
Obmann-Stv.: Theodor Schön
Schriftführer: Baumgartner
Stv.: Schmalzl
Kassier: Prandstätter Anton
Stv.: Schwinghammer Sepp
Beisitzer und Kontrolle: Jaksch Franz, Reitmaier
Bibliothekar und Theatergruppenleiter: Baumgartner
Subkassiere (Mitgliederbetreuung): Herbe, Schön, Lengauer, Schiegl (Pregarten)
Brückl (Selker)
Reitmaier Franz (Pregartsdorf)
Derntl, Freudenthaler (Hagenberg)
Schoißengaier jun. (Anitzberg)
Fleischmann jun. (Veichter)
Wagner (Kulm)

Bereits bei dieser Jahreshauptversammlung wurde von Gen. Jaksch der Antrag auf Nominierung einer Frau einstimmig angenommen (Fr. Moser wird Beisitzerin). Weitere Themen sind u.a. das Schillinggesetz, die wiedererhaltene Parteifahne und dass „Arbeiter und Bauern eine Linie bilden“ sollten.

Nebenorganisationen zu dieser Zeit sind der Kleinhäuslerbund (Gen. Aistleitner) und der Freie Wirtschaftsverband (Baumgartner).

In den folgenden Jahren finden u.a. Theateraufführungen der Jugendorganisation, Mai-, Weihnachts- und Silvesterfeiern statt. Die Leihbücherei der Partei floriert.

Der erste Maskenball (bis heute!) wird von der Jugend am Faschingsamstag 1946 im GH Pribyl organisiert. Details am Rande: Eine Saalpolizei (Jugend) sorgt für Ordnung, ein Juxbasar für Spaß. 2 Lose kosten 1,- Schilling. Die Musik kommt aus Hagenberg, der Eintritt beträgt 2,- Schilling. Wegen „Hintanhaltung der Überfüllung“ wird Maskenzwang vereinbart.

Aus der Veranstaltungsplanung: „Gen. Mörixbauer übernimmt die Beschaffung der Getränke, soweit solche überhaupt erhältlich sind (!). ….. Obmann Bachler begrüßt den Oberst der Roten Armee (Major Stupetzky?), dieser wird mit einer Ansprache den Ball eröffnen. Der Oberst tanzt als erster mit einer Maske (!) die ersten Runden, worauf der Tanzaufsichtsmann Scharsinger die Parole „Allgemeiner Walzer“ ausgibt.“

Mitglieder von SPÖ oder KPÖ haben es in den Betrieben nach wie vor schwer, eine bessere Stellung zu erreichen. Bei Kündigungen sind sie die ersten. Das ist das Erbe aus 1934.

Die „Winzer Liesl“ der Jugendorganisation wird insgesamt 16 mal aufgeführt. 1947 bringt die SPÖ in der Gemeindestube den Antrag ein, keine Gemeinderatssitzungen an einem Sonntag abzuhalten. Probleme der Zeit sind die Ernährung, der Schleichhandel, die Holz- und Viehaufbringung und die Bekleidung.

Am 4.1.1948 wird von der Ortspartei ein Heimkehrerkränzchen veranstaltet. Der Eintritt ist für die Heimkehrer frei, Russland-und Jugoslawien-Heimkehrer (24 Mann) erhalten zudem ein freies Essen (Schnitzel). Für das Fleisch erhält man Bezugsscheine vom Wirtschaftsamt Freistadt. Es ist eine schwierige Zeit. Für die einzelnen Veranstaltungen muss man sich sogar Gedanken über die Beleuchtung und Beheizung sowie Beschaffung der Getränke machen.

1948 wird Franz Reitmair zum Ehrenbürger der Gemeinde ernannt, zum Ehrenobmann der SPÖ Franz Jaksch.

Jaksch

 

 

SP-Plakat zur Nationalratswahl 1945

 

Nach Vorbereitungen und Gesprächen sollen in Hagenberg und Unterweitersdorf selbständige Lokalorganisationen gegründet werden. In Hagenberg wird bereits am 29.2.1948 ein provisorischer Ausschuss unter Obmann Dominik Jogna und Stellvertreter Plank im neuen Parteilokal GH Parkfrieder gegründet. Pregarten verliert dabei an die 70 Mitglieder an Hagenberg.

Maifeier am 1.5.1948 in Pregarten, gemeinsam mit Wartberg und Hagenberg. Im gleichen Jahr übersiedelt Franz Horner mit seiner Frau von Katsdorf (dort war er Gründer der Ortsgruppe) nach Pregarten und arbeitet auch hier wieder mit.

 

Bezeichnend für die damalige Zeit: In den Karteikarten wird überprüft, wann zwei namentlich erwähnte Frauen aus Anitzberg die letzten Schuhe bezogen haben, damit ihnen nochmals Anträge und die Bezugsscheine ausgefolgt werden können.

 

Bei der Ausschusssitzung vom 23.6.1948 im GH Spendlingwimmer berichtet Schriftführer Vinzenz Treschl, dass Hagenberg eine eigene Gemeinde werden will.

 

Die SPÖ-Bezirkskonferenz am 5.10.1948 steht unter dem Motto – „es geht aufwärts“ – Bezirksobmann wird wiederum Hans Eibensteiner.

 

Bei der öffentlichen Volksversammlung im GH Pribyl am 14.11.1948 referiert Dr. Ernst Koref vor rd. 300 Teilnehmern aus allen drei Parteien und allen Bevölkerungsschichten.

 

Bei der Sylvesterfeier der Partei am 31.12.1948 hält Obmann Bachler um 5 h früh noch eine kurze Ansprache nebst nochmaligen Glückwünschen zum Jahreswechsel und schließt die Sylvesterfeier mit dem alten Gruße „Freundschaft“.

 

1949 – 1950:

Am 1. Mai 1949 verzeichnet man in Pregarten über 400 Teilnehmer auch aus Wartberg und Hagenberg, davon 120 Radfahrer. Alleine aus Tragwein kommen 50 Radfahrer und 2 Motorradfahrer.

Bei der Wählerversammlung am 3.9.1949 im GH Pribyl spricht statt Verkehrsminister Übeleis Gen. NR Aigner aus Linz.

Bei der Monatsversammlung am 4.9.1949 im GH Hauser (heute Raika) wird Gen. Zisch zum 80. Geburtstag und zur 60-jährigen Parteizugehörigkeit gratuliert. Dieser erhält auch ein Schreiben von Dr. Renner.

Am Sonntag, den 11.9.1949, findet um 15 h im GH Böhm, Unterweitersdorf eine Wählerversammlung statt. Referent: Stadtrat Gen. Gabrielli aus Linz.

Bei der Wahl zum Gemeinderat im Oktober 1949 büßt die SPÖ Pregarten leider ihr 8. Mandat ein. Das Stimmungsbarometer steht aber sofort auf: „Jetzt erst recht“. Obmann Karl Bachler löst Franz Mörixbauer als Vizebürgermeister ab und bleibt es bis 31. 12. 1970.

Im Dezember 1949 besteht schon eine Ortsgruppe Pregarten der Gewerkschaft.

Jeden ersten Sonntag im Monat findet eine Monatsversammlung und jeden letzten Sonntag im Monat eine Ausschusssitzung statt, jeweils im GH Hauser. Dort fand auch eine Aussprache bzgl. Gemeindeabtrennung Hagenberg statt, an der Genossen aus Hagenberg, Pregarten und Gen. Staatsbeauftragter Prof. Demuth teilnahmen.

Bei der Monatsversammlung vom 5.3.1950 kommt man überein, dass die Gründung der Lokalorganisation Unterweitersdorf demnächst endlich durchgeführt werden soll.

Sollte im Zuge der Abtrennung von Hagenberg das 7. Mandat der SPÖ Pregarten im Gemeinderat abgegeben werden müssen (durch Beschluss der Landesregierung), werden unbedingt Neuwahlen gefordert. Des Weiteren werden auch 2 Gemeindebedienstete „abgebaut“.

Bei der Arbeitsbauernversammlung am 26. 3. 1950 im GH Pribyl fragt der Gen. Mayr aus Unterweitersdorf um Aufbauhilfe wegen Aufbau, Aufstockung an. Die Hebamme Traxler aus Obervisnitz 5 sucht um Berufsausübung im Markte Pregarten an.

Der 1. Mai 1950 wird aufgrund des Wahlerfolges in Tragwein (Bürgermeister) gefeiert.

Weitere Maifeiern des Bezirkes in Freistadt und St. Leonhard. Hagenberger und Unterweitersdorfer fahren mit der Unterweitersdorfer Autounternehmung Mayer Felix nach Tragwein. Die Steinpichler und Wartberger mit einem Auto von Singer.

Die von der SPÖ geforderten Neuwahlen nach der Abtrennung von Hagenberg im August 1950 brachten der SPÖ Pregarten 2 neue Mandate (jetzt 8), der VdU den Verlust aller 3 Mandate, die ÖVP blieb bei 12 und die KPÖ gewann ihr erstes Mandat (somit SPÖ 8, ÖVP 12, KPÖ 1). Die SPÖ Hagenberg erreichte 7 Mandate und damit den Bürgermeister, die ÖVP 5. Prof. Demuth und Bezirksparteisekretär Heynig gratulierten noch am selben Tag aus Mauthausen kommend der Lokalorganisation.

 

1951 – 1952:

Bei der Jahreshauptversammlung vom 7.1.1951 im GH Hauser berichtet Obmann Bachler: „Es muss dieses Jahr was im Vorjahr nicht zustande kam, in Unterweitersdorf eine eigene Lokalorganisation gegründet werden. Es müssen Genossen gefunden werden, die die Lokalorganisation gründen, führen und weiterarbeiten.“

Anlässlich der 1. Mai-Feier 1951 in Pregarten werden 470 Nelken verkauft.

Infolge der ungeheuren Preiserhöhung kann sich die Lokalorganisation ab dem Frühjahr 1952 den Telefonanschluss nicht mehr leisten (Jahreskosten öS 500,–).

  1. Mai-Feier 1952 in Wartberg.

Im Beisein von rd. 120 Mitgliedern, des Landesparteisekretärs Kramer und den Obmännern der Lokalorganisationen Wartberg, Hagenberg und Reichenstein erhalten am 6.9.1952 4 verdiente Kämpfer um die Sozialdemokratie die Viktor Adler-Plakete u.a. für die schwierige Parteiarbeit in der Monarchie und für 40-jährige Mitgliedschaft: Jaksch, Reitmayr, Brückl, Weber.

Gen. Franz Mayr aus Unterweitersdorf überreicht anlässlich der Weihnachtsfeier im Dezember 1952 der Lokalorganisation eine Spende von öS 10,–.

 

1953 – 1954:

Die SPÖ Pregarten organisiert für 25.1.1953 eine Wählerversammlung in Unterweitersdorf mit dem Referenten NR Wimberger.

Die Nationalratswahlen am 22.2.1953 brachten einen Sieg der Sozialistischen Partei. Gewinn in der Gemeinde Pregarten 192 Stimmen.

Bei der Jahreshauptversammlung am 12.4.1953 wird festgehalten, dass auch die Gründung der Lokalorganisation Unterweitersdorf mit allen Mitteln versucht werden muss.

Am 1.5.1953 verzeichnet man in Pregarten mit 600 Teilnehmern die größte Beteiligung seit 1945. Seit 1953 ist der neue Bezirksparteisekretär Waldl im Dienst.

Je ein Kranz von Gewerkschaft und Partei werden am Grabe des verstorbenen Genossen Schatz aus Unterweitersdorf im September 1953 von den Gen. Bachler, Mörixbauer, Prandstätter und Lengauer niedergelegt.

Gen. Franz Mayr aus Unterweitersdorf spendet anlässlich der Weihnachtsfeier im Dezember 1953 der Lokalorganisation öS 50,–.

Im Dezember 1953 nehmen an einer Hauptschulbau-Besprechung auch Bürgermeister der umliegenden Ortschaften teil und sagen Mitarbeit und finanzielle Hilfe zu.

Auch die KPÖ hält zum Missfallen der SPÖ im Gasthaus Hauser Versammlungen ab.

Am 3.1.1954 gedenkt man bei der Monatsversammlung der verstorbenen bewährten alten Genossen Feichtner und Jogna. Sprechtage in Pregartsdorf und Pregarten am 17.1.1954 mit Staatsbeauftragten Prof. Demuth. Das Bezirksparteiauto ist wieder kaputt und die Lokalorganisation wird keinen Zuschuss mehr leisten.

Am 31.1.1954 wird Genosse Lehner (50 Jahre Parteimitglied) in Reichenstein mit der Viktor Adler-Plakette geehrt, Lokalobmann dort ist Gen. Kaltenberger.

Februar-Feiern 1954 werden im Bezirk nur in den größeren Orten abgehalten.

Fünf Schilling Eintritt beim Maskenball der SPÖ. Die SPÖ Pregarten hat 195 Mitglieder. Gemeindeausschusssitzungen finden im Sitzungssaal in der Tragweinerstraße 215 statt. Die SPÖ bringt z.B. einen Antrag auf Errichtung einer Musikschule ein.

  1. Mai-Feier 1954 in Hagenberg.

Hochwassersammlung im Herbst 1954. Eine neue Straßenmeisterei und das Sägewerk Brandstätter sollen errichtet werden. Die Arbeiterkammer-Wahlen werden vorbereitet.

 

1955 – endlich frei!

Jahreshauptversammlung am 9.1.1955 im GH Pribyl.

Für den heurigen Maskenball 1955 wurden z.B. öS 110,– für die „Tanzlizenz“ ausgegeben. Bis 5 h früh schwangen über 400 Besucher das Tanzbein.

Im März 1955 beträgt der Mitgliederstand 230.

60 Personen sind bei der Monatsversammlung am 24. April 1955 dabei.

Bunter Abend im Kinosaal Pregarten am 30. April 1955 mit 370 Besuchern.

Die 1. Mai-Feier 1955 fand diesmal in Tragwein statt. Die roten Nelken dazu werden von Pregartner Genossinnen unter Frau Treschl „erzeugt“. 700 Teilnehmer. Erstmals wird auch eine Muttertagsfeier am 8. Mai durchgeführt. Am 15. Mai 1955 wird Österreich „frei“.

Am 22. Mai 1955 findet in Freistadt die Bezirkskonferenz statt.

In der Gemeinde wird der Wohnhausbau in Angriff genommen. Mit der Gemeinde Hagenberg wird um die Finanzierung der Brücke bei der Böhlermühle gefeilsch

45 anwesende Mitglieder werden im Protokoll der Monatsversammlung vom 5. Juni 1955 als „schwacher Besuch“ kommentiert. 45 Neubeitritte sind bisher in diesen 5 Monaten des Jahres zu verzeichnen. Vorbereitungen zu den Gemeinderatswahlen im Herbst. Genosse Horner meint dazu: „Durch den Abschluss des Staatsvertrages sind wir Funktionäre alle um 20 Jahre jünger geworden, daher mit neuer Kraft auf zur Arbeit für die Partei!“

Bei einer außerordentlichen Ausschusssitzung am 12.6.1955, bei der es vor allem um die Erstellung einer Kandidatenliste für die kommenden Gemeinderatswahlen geht, berichtet Obmann Bachler von einer erfolgreichen Versammlung in Unterweitersdorf.

Die Aufstellung eines provisorischen Ausschusses ist erfolgt. Bereits bei der nächsten Ausschusssitzung am 26.6.1955 im Gasthaus Quatember (Hauser) wurde der neue Obmann der zukünftigen Lokalorganisation Unterweitersdorf, Gen. Greul begrüßt und vorgestellt.

Zu Beginn sind dort bereits 20 Mitglieder zu verzeichnen. Die Lokalorganisation Pregarten tritt 17 Mitglieder an Unterweitersdorf ab, die ebendort wohnen.

Bei der Versammlung am 24.7.1955 um 15 h im Gasthaus Böhm erfolgte die Gründung der SPÖ Unterweitersdorf in Anwesenheit des Gen. Prof. Stefan Demuth, Staatsbeauftragter-Stv. für das Mühlviertel. Die Lokalorganisationen Pregarten und Hagenberg waren durch Abordnungen vertreten.

Am 11. August 1955 fand die letzte Sitzung der Mühlviertler Zivilverwaltung statt.

Bei der Gebietskonferenz in Pregarten am 28.8.1955 im GH Hauser waren unter den 74 Anwesenden auch 6 Funktionäre der Lokalorganisation Unterweitersdorf.

Die weiteren SP-Sitzungen finden bis Ende Oktober 1957 im Gasthaus „Quatember“ statt (heute Stadtplatz 17). Spätere Pächter sind ab November 1957 Hans Himmelbauer und ab Jänner 1964 bis 1981 Franz Reindl.

Bei der Wahl zum Gemeinderat am 23.10.1955 entfielen in Pregarten auf die ÖVP 13, auf die SPÖ 10 (+2) und auf die FW 1 Mandat. In Unterweitersdorf erringt die SPÖ rd. 35% der Stimmen. Die ÖVP-Mehrheit reduziert trotz SP-Widerstand von 6 auf 5 Gemeindevorstände (3:2).

Bei der Landarbeiterkammerwahl 1955 stimmen 34 Pregartner für die ÖVP, 16 für die SPÖ.

Der Bundesbahner Johann Resch wird von 4.11.1955 bis 4.12.1960 Gemeindevorstand.

Lokalobmännerkonferenz Bezirk Freistadt am 3. Dezember 1955.

Wegen Krankheit des Genossen Czerwenka fällt diesmal der Weihnachtsmann aus bei der Weihnachtsfeier. Die Gewerkschaftsjugend führ im Gasthaus Hauser einen Film vor. Gastwirt Georg Hauser soll Ehrenbürger werden. Dentist Hahn musste in Schönau seine Praxis schließen, weil er nicht der ÖVP beitreten wollte.

Die Musikschule Pregarten wurde durch Iniciative der SPÖ-Fraktion ins Leben gerufen und so möge das Konzert derselben im Kinosaal am 11. Dezember 1955 von vielen Genossen und Arbeitern besucht werden, meint Obmann Bachler bei der Mitgliederversammlung am 4. Dezember 1955.

4.12.1955

Am 25. Oktober 1955 verließ der letzte fremde Soldat den österreichischen Boden.

25.10.1955

 

1956

Die Caritas hat um den Neubau eines Kindergartens angesucht. Große Debatte um den Wasserleitungsanschluss Wartberg. Aus den Einnahmen solle ein Gemeindehaus für kinderreiche Familien gebaut werden. Klavierankauf für die Musikschule, Planungsphase der Hauptschule (der Sportplatz ist noch in Frage gestellt, für eine Turnhalle wird keine Subvention gegeben). SP- und Verschönerungsverein-Proteste gegen die Baumschlägerung beim Volksbad im Aisttal. Ansonsten ist im Jänner 1956 in der Gemeinde „derzeit nicht viel los“.

Jahreshauptversammlung am 4. März 1956 im GH Pribyl. Einstimmige Wahl aller Funktionäre unter Obmann Karl Bachler und Stv. Josef Czerwenka. Gen. NR Wimberger referiert zu vielen Themen, u.a. auch zum „Atomzeitalter“, erntet großen Beifall. Gemeindeangelegenheiten sind u.a. die Errichtung eines beiderseitigen Fußgeherübergangs über die Feldaist und die Errichtung eines Kaffeehauses durch Margarete Siegl.

  1. März 1956 Wahlkreiskonferenz Mühlviertel.

Parteinahe Zeitungen sind das „Signal“ und die „Freundschaft“. Um eine demokratischere Vorstandsvertretung in der Sparkasse Pregarten wird gerungen. Dringlichkeitsstufe 1 hat eine Vorsprache bei LH Gleißner bzgl. Hauptschulbau. Aistregulierung in Planung.

Für die Maifeier in Pregarten werden Vorbereitungen getroffen, u.a. trifft man sich im Gasthaus am Bahnhof zum Kränze binden, wird vor dem GH Hofer eine Rednertribüne aufgebaut. Vor den Lokalorganisationen Tragwein (alleine 140 Teilnehmer), St. Leonhard, Gutau, Hagenberg, Unterweitersdorf, Gaisbach-Wartberg, Zell bei Zellhof und Pregarten und den Musikkapellen Kamig, Hagenberg und Pregarten spricht LA Bgm. Hochgatterer aus Mathausen.

Bei den Nationalratswahlen am 13. Mai 1956 können in folgenden Wahllokalen die Stimmen abgeben werden: GH Altzinger, GH Pribil, GH Walch (Selker). Wahldienst ist im Parteilokal Hauser.

Obmännerkonferenz am Samstag, 9. Juni 1956 in Freistadt. Bezirksobmann Eibensteiner liegt krank im Spital.

Bei der Gemeinderatssitzung am 13. Juli 1956 geht es u.a. um die Musikschule, den Hauptschulbau und die Trinkerfürsorge.

Bürgermeister Rudelsdorfer wird aus dem Verschönerungsvereinsausschuss gedrängt, war darüber sehr verärgert.

Die Gemeinde bezieht nicht die Mieträume im Neuen Sparkassengebäude (Umbau GH Altzinger), weil die Miete zu hoch angesetzt ist und die Räume ungünstig gelegen sind.

Die Errichtung einer Holzfaserfabrik in Pregarten steht im Raum und wird zuerst begrüßt, dann doch nicht (Gefährdung der Arbeitsplätze in dieser Branche).

Gemeinde: Neubau der Eisenbahnbrücke mit Gehweg (kürzester Weg zum Bahnhof).

Eine Subvention für den Fertigbau der Leichenhalle wird vorerst abgelehnt, da zu Beginn die Pfarre verlauten ließ, diesen Bau alleine zu finanzieren.

Die Schulstraße wird um öS 9.000,- mit einem Teerstrich versehen.

Ein Arbeiterheim in Pregarten wird angedacht, da Gastwirt Hauser aufhören wird.

Kritik an den Bundesbahnen, weil der Abendzug aus Linz in Gaisbach eine halbe Stunde warten muss.

Dankschreiben des Gastwirtes Rehberger, Obmann des Kameradschaftsbundes für die leihweise Überlassung des Schwibogens.

Zur Fahnenenthüllung der Genossen in Ried/R. am 9. September 1956 reist auch eine Abordnung aus Pregarten an.

Bezirkskonferenz am 16. September 1956 in Freistadt.

Es ist noch nicht sicher, ob der Bundespräsident 1957 vom Volk oder vom Parlament gewählt wird.

Aus der Steinaktion des Landes OÖ. werden der Gemeinde 450 Tonnen gratis zugeteilt.

Der Deutsche Turnverein Pregarten wird wieder aktiviert.

Am 7. Oktober 1956 vertritt Lokalobmann Bachler Pregarten beim Landesparteitag in Enns.

In den Sitzungen ist immer wieder die Besetzung des Sparkassenausschusses ein Thema. Die ÖVP beharrt darauf: Wenn Sekretär Bachner nominiert wird, werde Bgm. Rudelstorfer sofort nach Linz fahren und alles unternehmen, dass die Sparkasse Pregarten aufgelöst wird. Prominente Pregartner Geschäftsleute würden dann eine private Sparkasse errichten ….

Vizebürgermeiser Mörixbauer verstirbt, war Funktionär in vielen Bereichen. Auch Bezirksobmann Eibensteiner ist verstorben.

Jahreshauptversammlung am 2. Dezember 1956 um 9 h im GH Pribil. U.a. Rückblick auf 11 Mitgliederversammlungen, 15 Ausschusssitzungen, den Maskenball etc. Dzt. 227 Mitglieder. Der Beitrag stieg von S 4,– auf S 5,–. Brotpreiserhöhung allgemein. Die Suez-Krise und Ungarn lassen Angst auf den 3. Weltkrieg aufkommen. Referent ist Prof. Demuth. Einstimmige Wiederwahl aller Funktionäre unter Obmann Karl Bachler und Stv. Josef Czerwenka.

Im Jahr 1956 waren in der Ortspartei die meisten Todesfälle seit 1945.

Weihnachtsfeier am 23. Dezember 1956 im GH Pribil mit 170 Kindern, 15 Altersrentnern und 80 Gästen (Eltern), insgesamt 265 Personen.

 

1957

Bei der Monatsversammlung am 6. Jänner 1957 wird zu Beginn eine Gedenkminute für den verstorbenen Bundespräsidenten Theodor Körner abgehalten.

Im Februar möchte ein Pregartner Geschäftsmann einen eigenen zweiten Maskenball abhalten, „wahrscheinlich, damit er seine Larven anbringt“. Der jährliche SPÖ-Maskenball mit Schnapsbude, Belustigungen, Tombola, zwei Tanzmeistern, Schönheitskonkurrenz usw. findet Anfang März wieder im GH Pribil statt. 500 Eintrittskarten á S 6,– wurden verkauft.

Für das Volkshochschulprogramm werden die Fachlehrer Florian Zehethofer (Deutsch), Karl Hennebichler (Stenographie), Walter Hofstadler und Gend.Insp. Hubert Raab engagiert. Der Besuch war in allen Kursen sehr gut.

Eine Gerichtsbezirkskonferenz findet am 10.März 1957 im GH Hauser statt.

Am 17. März findet eine Altrentnerversammlung statt zwecks Gründung einer Ortsgruppe, wo 40 Neubeitritte sofort zu verzeichnen waren. Erster Obmann Josef Czerwenka.

Wählerversammlungen am 24. März (Selker) , 31. März (Pregartsdorf) und 28. April (Pregarten).

Die Neugründung des Arbeiter-Sportvereins „ASKÖ“ wird geplant, Organisatoren sind Josef Welser und Milo Jaksch. Dazu findet am 14. April 1957 im GH Hauser eine Sportversammlung statt.

Am 5. April 1957 besucht um 18.15 h Dr. Adolf Schärf Pregarten. Dieser gewinnt am 5. Mai die Wahl zum Bundespräsidenten. Wahllokale sind die Hauptschule (Märktler), das GH Pribil (Ortschaften) und das GH Postl. 101 Stimmen Zuwachs seit der letzten Nationalratswahl, bei jeder Wahl Stimmenzugewinn.

Am 13. April 1957 findet im GH Altmann am Bahnhof wieder eine Eisenbahnergewerkschaftsversammlung inkl. Ehrung statt.

Diesmal findet die Maifeier in Wartberg ob der Aist statt. Für die Parteibibliothek werden Bücher angekauft. Diese befindet sich in der Buchhandlung Baumgartner.

Die Arbeiterhochschule trägt am 29. Mai 1957 im GH Hofer zum Thema „Mein Kind vor der Berufswahl“ vor.

Fahnenweihe des ÖKB am 2. Juni 1957, dieser veranstaltet unter Obmann Rehberger im August ein Waldfest.

Ende Juli 1957 große Hitzewelle, eine Versammlung fällt aus. Spatenstich zur neuen Hauptschule. Gemeinderatsschulungen im Saal GH Hofer.

Am 7. September 1957 werden im GH Hauser 29 Parteimitglieder für 25 Jahre Mitgliedschaft geehrt und 5 für 40 Jahre.

Bezirkskonferenz am 15. September im GH Jäger in Freistadt.

Landesfrauenparteitag am 11. Oktober, Männerparteitag am 12. u. 13. Oktober 1957 jeweils in Linz.

Die Zukunft des Verschönerungsvereines ist ungewiss, Jahreshauptversammlung am 20. Oktober 1957.

Der neue Pfarrer Schauer tritt nach Dechant Stubauer sein Amt an.

Rentnerversammlungen in den GH Hauser und Hochholdinger.

Am 27. Oktober 1957 findet die Ausschußsitzung im GH Quatember statt, die Monatsversammlung am 3. November 1957 bereits im (gleichen) GH Himmelbauer.

Weihnachtsfeier am 21. Dezember 1957 diesmal im Kino der Fam. Erhart (mit Märchenfilm, Weihnachtsmann, Schallplatten, Musikschüler, Kekssackerl etc.).

Bezirksobmännerkonferenz am 28. Dezember 1957 in Freistadt.

 

1958

Jahreshauptversammlung am 5. Jänner 1958 im neuen Saal des GH Hofer. Gen. Fechter (Stadtrat in Linz) hält das Hauptreferat. 1957 gab es u.a. 15 Ausschußsitzungen und 10 Monatsversammlungen. Parteichronist und –schriftführer ist seit 1946 Vinzenz Treschl. 253 Mitglieder. Unter stürmischem Applaus werden zum 13. Mal Karl Bachler zum Obmann, Vinzenz Treschl zum Schriftführer und Resi Treschl zur Subkassierin gewählt.

Am Nachmittag des 26. Jänner1958 um 17 h gründen 43 Anwesende den ATSV Pregarten im GH Himmelbauer neu. Erster Obmann wird Josef Bachner, Stellvertreter Alois Resch. Zu Sektionsleitern gewählt werden u.a. Karl Bauer und Günther Krenner.

Saalmiete beim Kartusch soll von S 200,- auf S 150,- verhandelt werden. Davon werden S 100,- von der Lokalorganisation getragen. Für die Beschlagnahme der Turnhalle 1934 (Auszug von der Sparkasse?) soll als Wiedergutmachung von der Regierung finanzieller Ersatz gefordert werden.

Kesseltreiben gegen den ASKÖ durch die Herren Landesgerichtsrat Dr. Fließer und Kooperator Dr. Zauner. Dieselben starten jetzt als Gegenaktion die Gründung der Sportunion. Frau Lehrer Stefan gibt bekannt, dass sie sich als Ausbildnerin dem ASKÖ und auch gleichzeitig der Sportunion zur Verfügung stellen werde.

Maskenball am 15. Februar. Dieser ist die Hauptfinanzierung der Lokalorganisation für das ganze Jahr. Ab nun entfallen die Ausschußsitzungen an jedem letzten Sonntag im Monat.

Die Musikschule ist nun kein Verein mehr, sondern ein regelrechter Schulbetrieb. Frau Friedmann wird von der Gemeinde bezahlt.

Das Disziplinverfahren des Bürgermeister Rudelstorfer gegen seinen Gemeindesekretär Bachner dürfte für diesen günstig ausfallen.

Der Hauptschulbau ist eine große finanzielle Belastung für die Gemeinde. Die alte Hauptschule soll verkauft werden und davon ein Wohnblock in der Gutauer Straße errichtet werden.

Diesmal findet die Maifeier in Hagenberg statt. Seit Jahren werden in Pregarten an diesem Tag auf den Gräbern der verstorbenen Genossen rote Nelken niedergelegt.

Über 50 Frauen anwesend beim Vortrag „Was sollen Frauen vom Unterleibskrebs wissen“.

Mai 1958: Auf Landesebene mehren sich die Anzeichen, dass LH Gleißner sein Amt zurücklegt. Innerhalb der ÖVP soll es zwei Strömungen geben: Die Klerikalen sind für Dr. Spannocci, das freiheitliche Bürgertum für Landesrat Dr. Wenzl.

Im Zuge des Hauptschulbaues beschweren sich Pregartner Gewerbetreibende, dass sie keine Arbeiten erhielten. Der Schaukasten beim GH Himmelbauer soll erneuert werden, dazu wird bei Tischlermeister Glück um S 120,– ein Wandkasten angekauft.

Am 15. Mai findet eine öffentliche Versammlung des Arbeitsbauernbund im GH Hofer statt.

Am 18. Mai ab 9 h veranstaltet der ASKÖ ein Bezirkswettspiel im Tischtennis im GH Pribil.

Am 15. Juni 1958 feiert die Lokalorganisation Mauthausen ihren 60-jährigen Bestand. Anreise mit der Bahn.

Die Lokalorganisation Reichenstein wird aufgelöst und als Sektion wieder in Pregarten eingegliedert. In Freistadt wird die Arbeiterkammer eröffnet.

Am 3. August wird das neue Kriegerdenkmal eingeweiht.

„Affäre Kartusch“: Verleumdungsdiskussion im Gemeinderat.

Wasser- und Kanalleitungen werden diskutiert und gebaut. Neuer Kindergarten in der Gutauer Straße. Für das Freistädter Krankenhaus muss die Gemeinde jährlich S 40.000,- leisten.

Hochzeitsgeschenk für den späteren langjährigen Parteikassier Johann Parzer.

Die Weihnachtsfeier am 20. Dezember 1958 wird wieder im Kino abgehalten.

20.12.1958

Pregarten nach 1945, links der Kinosaal

 

1959:

Die 45-Stunden-Woche tritt österreichweit in Kraft.

Jahreshauptversammlung im GH Pribil am 4. Jänner 1959. 264 Mitglieder. Unter stürmischem Applaus werden zum 14. Mal Karl Bachler zum Obmann, Vinzenz Treschl zum Schriftführer und Resi Treschl zur Subkassierin u.a. gewählt.

Die Pläne des Wohnblocks beim GH Haslinger liegen auf. Die Schule ist bezugsfertig.

Der Maskenball ist der beste seit Jahren. Stimmung bis 6 h am Morgen.

Diskussionsabend in Selker am 3. Februar.

Bezirkskonferenz in Freistadt am 15. März. Nationalrat Krammer spricht.

Gemeindeangelegenheiten sind u.a. Kanalisierung um 8 Mio Schilling. Verpachtung Sandgrube an Transportunternehmer Hödlmayr aus Schwertberg, Wohnhausbau, div. Ehrenbürgerernennungen.

Maifeier 1959 wieder in Pregarten. Bei der Wählerversammlung am 3. Mai im GH Pribil spricht NR Wimberger. Immer wieder sammeln Funktionärinnen für die S.A.H., die Sozialistische Arbeiterhilfe.

Die Gründung eines Ortsgewerkschaftskartells wird geplant. Damit einher geht die Errichtung eines Volksheimes. Auch eine Landwirtschaftsschule für Pregarten ist im Gespräch. Für eine Entgleisung des Bürgermeisters entschuldigen sich alle ÖVP-Gemeinderäte offiziell bei der Sitzung.

Die Wahl am 10. Mai 1959 bringt 13 Stimmenverluste.

Primizfeier am Samstag, 4. Juli vor und in der Kirche.

Hochwasserschäden auch in Pregarten, Burbach-Regulierung dringend nötig.

Bezirksobmännerkonferenz am 26. September 1959 in Freistadt.

Bgm. Rudelstorfer lädt LH-Stv. Bernaschek nicht zur Hauptschuleröffnung am 4. Oktober ein, entschuldigt sich später dafür.

Bei den Arbeiterkammerwahlen im Oktober 1959 verliert die Sozialdemokratie einige Mandate, vornehmlich wegen der Faulheit der vielen Nichtwähler.

Für die UNICEF-Ausspeisung in der neuen Hauptschule mit über 200 Kindern wird als Köchin Frau Stephanie Bauer engagiert.

Am Sonntag 15. November 1959 werden vier betagte Reichensteiner Genossen ins GH Nöbauer eingeladen und geehrt. Diese waren zu Tränen gerührt.

Im GH Puchner in Hohensteg findet am 6. Dezember 1959 eine Arbeiterbauernversammlung mit Bundesrat Felbringer statt.

Weihnachtsfeier am 19. Dezember 1959 wieder im Kino.

 

1960:

Mit 1. Jänner 1960 wird das Müllabfuhrgesetz eingeführt.

Jahreshauptversammlung im GH Pribil am 10. Jänner 1960. 262 Mitglieder, Referat von Bundesrat Thanhofer, zugleich neuer AK-Präsident. Rückblick u.a. auf 10 Monatsversammlungen und 10 Ausschußsitzungen 1959. Obmann Bachler, Schriftführer Treschl und Kassier Bauer sowie alle anderen werden einstimmig wieder gewählt.

Zu Beginn der 1960er gründeten Karl Bachler und Josef Bachner den Verein Volksheim. Nähere Geschichte im Band 4 der Ortschronik, S. 93.

Bauer Ludwig ist von 22.12.1960 bis 01.01.1963 Gemeindevorstand, Karl Bauer ist von 10.11.1961 bis 05.02.1980 Gemeindevorstand, Leopold Mörixbauer 25.01.1963 bis 05.07.1967 Gemeindevorstand, Heinrich Feichtner von 18.07.1967 bis 09.11.1967 Gemeindevorstand, Gottfried Siegl 10.11.1967 bis 08.11.1973 Gemeindevorstand.

Der Maskenball am 27. Februar 1960 übertrifft alle Vorjahre. U.a. wurden Orangen und Bananen angeboten.

Maifeier heuer in Tragwein. Bürgermeisterkonferenz in Mauthausen. Dort muß die Brücke saniert werden, Kampf ums Geld. Obmännerkonferenz in Freistadt: „Solange Sozialisten in der Regierung sind, wird es keine Todesstrafe gegeben.“

Gemeinde: Marktplatzpflasterung, Ankauf Unimog, Jahresvoranschlag 1960 ergibt rd. 1 Million Abgang. Nachdem die Baufirma Weiß für den Gehsteig zum Bahnhof S 85.000,– in Rechnung stellte und damit den Kostenvoranschlag von S 35.000,– gravierend überschritten hat, soll künftig keine Arbeit ohne Bauaufsicht vergeben werden.

Juli 1960

Im Juli 1960 errichten die Kinderfreunde ein Ferienheim auf dem Grundstück inkl. Steinbruch des Bürgermeisters Jogna in Hagenberg.

Am 9. Juli findet im GH Himmelbauer eine Versammlung der Eisenbahnergewerkschaft statt.

Die Gemeinde verkauft Grundstücke dzt. um S 10,- pro m².

Die Musikschule kostet ganz schön Geld. Die Fahrschule Rauch zieht nach Traun, damit ist der Weg frei für die Fahrschule Ing. Auböck aus Freistadt.

10 Jahre Bürgermeister Rudelstorfer – Ehrung.

Im Oktober 1960 ist der Volksheimbau bewilligt, die UNICEF-Ausspeisung wieder in Betrieb, nachdem zuvor keiner der 20 Lehrpersonen die Leitung übernehmen wollte.

 

283 Personen, davon 216 Kinder bei der schönen Weihnachtsfeier im Kino am 17. Dezember 1960.

 

1961

Landesobmann Edmund Aigner referiert bei der Jahreshauptversammlung im GH Pribil am 8. Jänner 1961. 273 Mitglieder. Wiederwahl des Lokalausschusses. Am 4. März erhalten 22 Mitglieder für 40-jährige Mitgliedschaft ein Ehrung.

In Planung sind die Marktplatzpflasterung, der Turnhallenbau und die Kanalisierung.

Der ASKÖ funktioniert gut, die Sportunion weniger. Es soll auch eine ARBÖ-Ortsgruppe gegründet werden.

Maifeier 1961 heuer in Wartberg. Die Ortsgruppe entsendet 6 Delegierte zur Bezirkskonferenz in der AK Freistadt am 6. Mai 1961. Der Bezirksvorstand trifft sich am 2 Juni 1961 im GH Himmelbauer.

Die Berliner Firma Merkur möchte in Pregarten eine Kleiderfabrik errichten. Auch die tschechische Firma Skoda möchte einen kleinen Betrieb bei uns errichten. Der nächste (vierte) Wohnblock soll am Kalvarienberg entstehen. Der Arbeiterzug abends fährt derzeit nur bis Gaisbach, daher Ansuchen bei der Bundesbahndirektion.

Das Linzer Kinderfreunde-Ferienheim in Hagenberg wird durch Landesrat Franz Plasser am 2. Juli 1961 feierlich eröffnet. Sowohl der SPÖ- als auch der ÖGB-Schaukasten werden neu gestrichen.

Die Hausnummern sollen wir in anderen Städten auf gerade und ungerade Zahlen geändert werden.

Der langjährige Herbergsvater, Vizebürgermeister und Gemeinderat Gen. Georg Hauser ist verstorben. Familie Hauser-Mistlbacher spricht besonderen Dank an Gen. Czerwenka aus für seine Worte am offenen Grab.

Nach dem neuen Schulgesetz wird Religion zum Freigegenstand ohne Note. Bauschäden bei der neuen Hauptschule, eine Kommission soll entscheiden, wer dafür zahlt. Der dritte Wohnblock beim Haslinger wird begonnen, der Volksheimbau läuft. Entscheidung des Innenministeriums, dass der Sportplatz beim Singer dem unabhängigen SV (ehemaliger Deutscher Turnverein) zugesprochen wird.

Lokalobmännerkonferenz Bezirk Freistadt am 12. August 1961 in der AK. Landesparteitag am 16. September in Linz.

Im Vorfeld der Gemeinderatswahlen am 22. Oktober 1961 tut sich die ÖVP sehr schwer, sich auf einen Kandidaten zu einigen. Die SPÖ stellt eine Liste mit 36 Kandidaten auf, Listenführer ist und bleibt Vizebürgermeister Karl Bachler. Es gibt Lichtbildervorträge, politische Kabaretts und einiges mehr. U.a. auch eine Versammlung in Pregartsdorf (GH Schinnerl) am 8. Oktober und am 15. im Kinosaal. Bei letzterer spricht Vizebürgermeister Grill aus Linz.

Unbekannte entwenden den ÖGB-Schaukasten beim GH Himmelbauer und entfernen den Parteischaukasten und stellen diesen vor der Kirche ab. Der Vorsitzende des Rentnerverbandes Czerwenka meldet den Versuch einer Ortsgruppengründung des Rentnerbundes.

Die große schöne Weihnachtsfeier ist ein stolzes Bekenntnis, dass die SP in Pregarten eine starke Bewegung ist.

 

1962

Der geringe Besuch der Monatsversammlung am 7. Jänner 1962 um 9.20 h wird damit begründet, dass am Vorabend der Feuerwehrball war, zur gleichen Zeit eine ASKÖ-Sitzung stattfindet und manche Gen. beim Eissport sind. Erhöhung der Vollmarke auf S 6,-.

Am 27. Jänner 1962 wird das neue Volksheim offiziell eröffnet, am Ende des Tages dann mit einem Bunten Abend.

Jahreshauptversammlung am 4. Februar im neuen Volksheim. 264 Mitglieder, Referat von LH-Stv. Bernaschek. 17. Wiederwahl der Führungskräfte.

Am 3. März der traditionelle Maskenball im großen Saal des GH Pribil.

Obmännerkonferenz am 24. März 1962 in Freistadt. Pregartner und Hagenberger Genossen können diesmal nicht teilnehmen, da an diesem Tag das Begräbnis des verstorbenen Bürgermeisters von Hagenberg, Gen. Plank, ist.

Maifeier 1962 in Pregarten, Aufstellung wie immer am Bahnhof, Fußmarsch über Bahnhof-, Tragweiner-, Schulstraße, Sandleitenweg und Gutauer Straße zum Marktplatz. An der Spitze Vizebgm. Grill aus Linz. Fahnenträger Czerwenka Walter mit zwei Begleitern. Besserer Besuch als in den Vorjahren, allerdings ein großes Defizit für die Parteikasse. Österreichweit Jahr der Jugend.

Sparkassenleiter Kühhas wird nach Kirchdorf/Krems versetzt, als Nachfolger ist Bgm. Johann Kartusch im Gespräch.

Der Wasserverbrauch in der Gemeinde hat sich seit 1957 verfünffacht. Probebohrungen in Netzberg. Zusammenarbeit ist mit Bgm. Kartusch besser als mit seinem Vorgänger. Obwohl dieser mehr auf der Sparkasse sein Büro hat als am Gemeindeamt. Am Fuchsenschwanz wird von Besitzerin Brunner ein Grund für eine Badeanlage für die Bevölkerung gepachtet.

Offizielle Marktplatzeröffnung am 7. September 1962.

Eine Kinderfreunde-Ortsgruppe soll aufgebaut werden.

Bezirksausschusssitzung am 8. September in der AK Freistadt.

Bezirkskonferenz September 1962. Aus gesundheitlichen Gründen wäre der Bezirksobmann Steininger zurück getreten.

An der Wahlmitarbeiterversammlung am 7. Oktober 1962 im Volksheim Pregarten nehmen 90 Mitglieder aus dem Gerichtsbezirk Pregarten teil.

Filmvorführung „Das rote Signal“ des ÖGB im Volksheim am 9. Oktober.

Beim Rentnertreffen am Hauptplatz in Freistadt am 14. Oktober spricht Justizminister Dr. Broda.

Kabarett im GH Scheuchpflug in Wartberg am 21. Oktober.

Prof. Demuth spricht am 4. November vor der Wählerversammlung im Volksheim.

Nationalratswahlen am 18. November 1962. Wählen darf jeder österr. Staatsbürger, der per 31. 12. 1961 mindestens 20 Jahre alt war. 700 Stimmen für die SPÖ in Pregarten sind erfreulich.

1962

Themen in der Gemeinde: Kanalprojekte Wurm, Haslinger, Narzt. Gemeindeamtneubau. Neubau oder Umbau der alten Volksschule. Betriebsgründungen ja/nein. Parkverbot in der Bahnhofstraße ja/nein.

Heuer findet die Kinderweihnachtsfeier am 23. Dezember im neuen Volksheim statt.

 

1963

Jahreshauptversammlung am 3. März 1963 im neuen Volksheim . Dzt. 267 Mitglieder. NR BO Steininger referiert. U.a. Rückblick auf 10 Monatsversammlungen, 8 Ausschußsitzungen, den Maskenball etc. Wiederwahl der führenden Funktionäre.

Wahlkreiskonferenz am 16. März in Freistadt. Nationalrat Steininger hat jeden 1. Samstag im Monat einen Sprechtag im GH Himmelbauer.

Wähler- und Pensionistenversammlung am 21. April im Volksheim.

Bundespräsidentenwahl am 28. April 1963. Großer Sieg des Dr. Adolf Schärf.

Mangels Wille bei den Gastwirten übernimmt Gen. Lintner die Vertretung der Gemeinde im Fremdenverkehrsverband.

Das Marschieren zur Maifeier in Hagenberg entfällt, weil niemand mehr gehen will. Alles hat heute Fahrzeuge. Jedenfalls dort guter Besuch.

Wegen der Firmung in Pregarten am 24. und 25. Mai sollen keine Veranstaltungen abgehalten werden.

Im Juli 1963 wird der GVV neu gegründet.

Es darf angenommen werden, dass unter den 1.500 Festgästen beim 50-jährigen Gründungsfest der SPÖ Gallneukirchen am 1. September1963 neben den Ehrengästen Vizekanzler Bruno Pittermann, LH-Stv. Stefan Demuth und Landesparteisekretär NR Karl Krammer auch Pregartner GenossInnen anwesend waren.

Am Landesfrauenparteitag am 27. September nimmt Gen. Treschl teil, an jenem der Männer am 28./29. September Erich Mühlbachler und Walter Czerwenka.

Gemeinde: Neubau Ortsbeleuchtung in der Tragweiner Straße, Löschteichanlage in Selker Überdachung der oft 30-40 Mopeds beim Bahnhof u.v.m.

Am 6. Oktober nimmt NR Brauneis aus der VÖEST an der Monatsversammlung im Volksheim teil.

Bezirkskonferenz und Gemeinderatsschulung am14./15. Dezember in Freistadt.

Die Schulbehörde zahlt für den Zentralheizungseinbau in der Volksschule nichts, daher muss die Gemeinde anstatt S 80.000,- jetzt S 165.000,- Kredit aufnehmen.

Die Kinderfreunde Freistadt bringen bei der Weihnachtsfeier am 21. Dezember im Volksheim ein Kasperltheater zur Aufführung.

Ende des Jahres 1963 stirbt Gen. Himmelbauer, Gastwirt und Herbergsvater für viele Sitzungen. Franz Reindl übernimmt die Gaststätte als Pächter vom Besitzer Mistlbacher, Kaufmann in Tragwein.

 

1964

Bereits am 5. Jänner 1964 findet hier die erste Monatsversammlung mit dem neuen Wirt statt.

Maskenball 8. Februar 1964 wieder im Saal Pribil.

Obmännerkonferenz am 15. Februar in Freistadt.

Jahreshauptversammlung am 16. Februar 1964 im Volksheim . Dzt. 282 Mitglieder. NR Steininger und Bezirksobfrau Irsiegler aus Freistadt halten die Ansprachen. Wie immer berichten die Vertreter von Kassa, Kontrolle, ASKÖ, Gewerkschaft, Arbeitsbauernbund, Pensionistenverband, Bildung usw. Einstimmige Wiederwahl, als Obmann-Stv. kommt Erich Mühlbachler hinzu. Im März wird der Mitgliederhöchststand von 300 erreicht.

Großkonzert in Freistadt anlässlich 75 Jahre SPÖ am 11. April 1964, am 2. Mai dazu eine Wienfahrt. An der Maifeier in Tragwein nehmen 125 Pregartner teil. Ortsgruppenobmann Czerwenka berichtet: Bei einem Pensionistentreffen In Ried/Riedmark marschierten 5.000 Teilnehmer auf.

Gründung der Ortsgruppe des ARBÖ

Auf Initiative des Proponenten Adolf Edelmayr wird am 7. Juni 1964 um 10 h Vormittag im GH Haslinger die Ortsgruppe des ARBÖ gegründet. Diese wird am 24. Juni1964 behördlich „nicht untersagt“.

Im Juli heiratet Gen. Franz Reindl. Eine Schuhoberteilfabrik würde sich in Pregarten niederlassen und braucht 25-30 weibliche Arbeitskräfte. Betriebseröffnung Fa. Frohmann, Pflasterung Kirchenplatz mehrere Wochen in Verzug wegen Arbeitermangel. Infolge Anhäufung des Mülls soll dieser im Monat zweimal abgeholt werden. Der Gemeinde wird das dann jährlich S 80.000,- kosten, somit wird in Erwägung gezogen, auch die Hausbesitzer mitzahlen zu lassen.

Arbeiterkammerwahlen 27./28. September 1964, davor Wählerversammlung im Volksheim am 25. September.

Vorbereitungen zur traditionellen Weihnachtsfeier am 19. Dezember im Volksheim.

Ein öffentliches Closett am Marktplatz wird andiskutiert. Das Freibad an der Aist ist ein Problem, weil Millionen-Projekt. Der Sparverein „Gemütlichkeit‘“ besteht seit 11 Jahren.

 

1965

Jahreshauptversammlung am 3. Jänner 1965 Vormittag im Volksheim . Dzt. 288 Mitglieder. NR Dr. Kleiner von der AK Linz und die Landessekretärin Hofer aus Linz sind dabei. Der Parteiausschuss wird einstimmig gewählt.

Die ÖGB-Jugend in Pregarten ist mit 25 Mitgliedern sehr aktiv, geleitet wird diese von Linz aus.

Für die Sammlung für S.A.H. (Sozialistische Arbeiterhilfe) findet sich leider niemand.

Der Hand- und Zugdienst ist lt. Verfassungsgerichtshof ungesetzlich. Die SPÖ war immer dagegen.

Bei der öffentlichen Müllabfuhr wird anstatt der Kübel (offene Mistabfuhr wird verboten) auf Säcke umgestellt.

Der Rentnerverband unter Obmann Czerwenka organisiert wie alljährlich am Faschingdienstag im Volksheim einen bunten Nachmittag. Der SPÖ-Maskenball ist wie immer der beste Ball im ganzen Fasching.

Bei der Monatsversammlung am 7. März 1965 im GH Reindl wird dem verstorbenen Bundespräsidenten Dr. Schärf gedacht.

Bezirkskonferenz am 21. März in Freistadt, am Tag davor GVV-Schulung.

Familie Haladik zieht aus Wien zu und eröffnet ein Spar-Geschäft.

1.000 Teilnehmer bei der Maifeier 1965 in Wartberg. 145 Genossen aus Pregarten, große Kinderschar und viele Jugendliche.

Gebietskonferenz im Volksheim am 11. April und Wählerversammlung am 16. Mai im Volksheim (130 Besucher) für die Bundespräsidentenwahl am 23. Mai 1965 (wer nicht wählt kann bestraft werden). Dr. Gorbach (ÖVP) besucht Pregarten. 90 Jungwähler (Jahrgänge 1943-1944) in Pregarten. Diese Wahl gewinnt Franz Jonas und bringt das schönste Ergebnis seit die Partei besteht.

Die Tragweinerstraße wird vom Postamt bis zum Friedhof asphaltiert. Die Schuhfabrik Frohmann sucht Frauen als Arbeitskräfte. Differenzen zw. Bürgermeister Kartusch und Oberstrm. Rudelstorfer wegen der Mauer bei Dir. Müller, diese ist zu nahe an der Straße, Gehsteig daher zu klein. Jahresgebühr Müllabfuhr S 20,- plus S 5,- pro Sack.

Am 11. Juli 1965 eröffnen Landesrat Dr. Wenzel und Staatssekretär Dr. Kotzina die Straße nach Gutau. Der Kanalbauabschnitt Achsengraben wird in Angriff genommen. Ein Malermeister aus Königswiesen wird ortsansässig, arbeitet sehr gut und hat ein Depot im Kaufhaus Kapeller am Kirchenplatz.

Beim bunten Abend im Volksheim am 10. Oktober spielen die Kogler Buam aus Ternberg.

GVV-Schulung am 20. u. 21. November in Freistadt.

Das Tagblatt und der Mühlviertler Bote werden regelmäßig beworben.

Personalangelegenheiten werden im Gemeinderat mit 12 (ÖVP) zu 11 (10 SPÖ und 1 FPÖ) abgestimmt. Die SPÖ zieht auch einmal aus.

Weihnachtsfeier am 18. Dezember um 14 h im Volksheim. Bescherung der Kinder mit Packerl und Jause wie alle Jahre.

Vor Weihnachten wurde das neue Amtshaus fertiggestellt und auch bezogen. Feierliche Eröffnung am 18. Dezember 1965 nachmittags und Festtafel in drei Gasthäusern.

Die Molkerei errichtet eine Verkaufsstelle für Milch. 80 Jahr-Jubiläum der Liedertafel.

 

1966

Vollmarke ab 1. 1. 1966 von S 6,- auf S 10,-, Ermäßigte von S 4,- auf S 6,-.

Jahreshauptversammlung am 9. Jänner 1966 Vormittag im Volksheim mit NR Steininger. Dzt. 285 Mitglieder. Einstimmige Wahl des Ausschusses. Othmar Raml und Koller übernehmen die Gewerkschaftsjugend.

Beisetzung des Schuldirektors i.R. Otto Wagner (vormals Pregartner Gemeinderat und Parteiobmann, auch Bezirksobmann) am Urnenfriedhof Linz.

Neuer Postenkommandant ist Insp. Groiß. Personalmangel am Gemeindeamt.

Vizekanzler Dr. Pittermann bereist das Mühlviertel und spricht am 10. Februar um 15 h auch im Pregartner Volksheim, 350 Teilnehmer. 3 große Wandtafeln werden von Gen. Plank angefertigt und aufgestellt. Bei den Nationalratswahlen am 6. März 1966 gewinnt die SPÖ in Pregarten 47 Stimmen dazu, die ÖVP 3.

Die ÖVP möchte das Säuglingspaket streichen, die SPÖ setzt sich aber durch. Das Landesbauamt erneuert die Stützmauer von der alten Molkerei zum Bahnhof. Straßenbau Tragweiner- und Bahnhofstraße.

Der ASKÖ verkauft am Maskenball erfolgreich Hütchen und Coriandoli.

Von März bis Mai 1966 finden an mehreren Samstag-Abenden im Volksheim Bezirksparteischulungen statt.

Am 30. April erhält Obmann Bachler im GH Reindl aus den Händen von NR Steininger die Viktor Adler-Plakete und einen großen Geschenkkorb.

An die 800 Teilnehmer beim Maiaufmarsch 1966 in Pregarten.

Der Obmann des Vereines Volksheim Bachner legt zurück.

Obmännerkonferenz am 1. Oktober 1966. Bezirksparlament in Pregarten am 15. Oktober mit den Nationalräten Steininger und Libal, den LA Demuth und Mayrhofer.

Güterwegstraßenwärter Lindner geht in Pension, Höllmüller tritt als Vorarbeiter in den Gemeindedienst. Nach einer BZ i.H.v. 500.000,- von LH-Stv. Bernaschek ist das neue Amtsgebäude nun schuldenfrei.

Krampusfeier des ATSV. Wieder Kinderweihnachtsfeier (seit 1945). Weihnachtsmann diesmal Günther Krenner. Dentist Hahn verstorben.

Franz Steininger

Franz Steininger, u.a. Abgeordneter zum Nationalrat 14.12.1962 – 04.06.1979 und Bezirksparteivorsitzender.

Stefan Demuth

 

 

Stefan Demuth, HR Prof, Landtagsabgeordneter 1945 – 1955, Landesrat 1955 – 1969, Landeshauptmann-Stellvertreter 28.07.1969-18.09.1972.

 

1967

Med.Rat Dr. Dückelmann legt mit 1. Jänner 1967 den Gemeindearzt zurückgelegt. Neu ist Dr. Schneider, der sich ein Haus baut.

Bezirkskonferenz 22 Jänner.

Beim Maskenball am Faschingsamstag spielt wieder „Jung Pregarten“.

Der Faschingsunterhaltung des Rentnerbundes am Faschingdienstag des Jahres 1967 wohnten auch Koll. Peter von der Landesleitung und eine Abordnung aus Hagenberg unter Obmann Bodingbauer bei.

Bezirksparlament im Volksheim am 25. Februar zu „Fragen unserer Zeit“.

Jahresversammlung ASKÖ am 26. Februar.

Jahreshauptversammlung SPÖ am 5. März 1967 Vormittag im Volksheim mit NR Steininger, Prof. Demuth und LA Mayrhofer.

Die Gewerkschaftsjugend organisierte 1966 insgesamt 48 Heimabende.

In der Gemeinde gute Zusammenarbeit mit der ÖVP.

Bunter Abend des Arbeitersängerbundes Freistadt am 11. März im Volksheim.

Gen. Kühtreiber wird der neue Obmann des Vereins „Volksheim“.

Funktionärsschulung in Obertraun und 10 Jahre-Jubiläumsfeier des Rentnerverbandes mit Landesrat Prof. Demuth und NR Steininger im Volksheim jeweils am 30. April.

Maifeier 1967 in Hagenberg mit 800 Teilnehmern, 150 davon aus Pregarten.

Über 200 Genossen waren bei der Mitgliederversammlung am 6. Mai 1967 im Volksheim, wo NR und Innenminister a.D. Hans Czettel sprach, sowie BO NR Steininger und Stadtrat Huemer aus Steyr.

Obwohl die Gemeinde ein Darlehen gibt und eine Bürgschaft dazu übernimmt, gibt Kinobesitzer Erhart ein Flugblatt gegen diese heraus.

Oberst Roßmann vom Schwarzen Kreuz aus Linz möchte Exhumierungen der Kriegstoten und Umbettungen nach Freistadt durchführen, die SPÖ fordert der Verbleib in Pregarten und ein Mahnmal.

Totengräber Deimel scheidet krankheitshalber aus dem Gemeindedienst, es folgt Höllmüller nach. Die Volksschulrenovierung verschlingt S 130.000,-.

Vizebürgermeister Bachler geht als Leiter der Außenstelle der Gebietskrankenkasse am 4. Juli 1967 in Pension.

Bei der Ausschusssitzung am 7. Juli 1967 wird beantragt, es mögen Bilder des Bundespräsidenten Jonas und des Parteiobmannes Dr. Kreisky im Parteilokal angebracht werden. Ein Münzautomat möge am Marktplatz aufgestellt werden. Alle Sitzungen enden mit dem altbewähren Gruß „Freundschaft“.

Im August 1967 übernimmt Karl Bauer die Obmannstelle. Alle Funktionen von Leopold Mörixbauer werden neu besetzt.

Am 8. August 1967 um 20 h werden die Naturfreunde Pregarten im GH Haslinger gegründet.

Dr. Karl Dückelmann wird am 11. August bei der Gemeinderatssitzung die Ehrenbürgerschaft überreicht.

Obmännerkonferenz Freistadt am 9. September.

Gemeinderatswahlen 1967: Auf der SPÖ-Liste befinden sich 20 Kandidaten, ÖVP 14 und FPÖ 9, davon keine einzige Frau. 1.858 Stimmberechtigte. Die SPÖ gewinnt 135 Stimmen dazu und ein Mandat, daher jetzt 11.

Die SPÖ wird vom ÖVP-Bürgermeister zur Budgetberatung nicht beigezogen, stimmt daher im Gemeinderat dagegen (u.a. steigen die Kanalgebühren auf 170%).

Über die wirtschaftliche Lage Österreichs spricht Prof. Demuth am 17. Oktober 1967 vor dem Rentnerbund.

Obmännerkonferenz am 2. Dezember 1967 in Freistadt. Pendler nach Freistadt 2, Pendler nach Hagenberg 2, nach Tragwein 4 und nach Linz 280.

ATSV und Union werden von der Lustbarkeitsabgabe befreit.

Kinovorführung, Weihnachtslieder mit Plattenspieler etc. bei der Weihnachtsfeier am 16. Dezember 1967.

 

1968

Bei der Jahreshauptversammlung am 14. Jänner 1968 Vormittag im Volksheim mit NR Steininger berichtet u.a. Czerwenka Annemarie von 47 Heimabenden der Gewerkschaftsjugend. Der Rentner verband hat 160 Mitglieder. Das Jugendreferat übernehmen Annemarie Czerwenka, Erich Rammer und Erich Prandstötter. Neuer Parteiobmann wird Karl Bauer, Stv. Erich Mühlbachler und Josef Czerwenka. Die Kassierung wird neu eingeteilt.

Auf Landesebene wurde die SPÖ stimmenstärkste Partei. Bundesweit katastrophale wirtschaftliche Lage, 20 % Arbeitslose.

An der Kassa beim Maskenball sitzen die Genossen Treschl, Primitzhofer, Krenner. Demaskierung auf allgemeinen Wunsch um 22.30 h. Trotz ARBÖ-Ball in Hagenberg und Hausball im GH Haslinger guter Besuch.

In Grünbichl läuft die Bebauung, pro m² Baugrund zahlt man S 30,-. Auch ein Fleischhauer und ein Wirt sind interessiert. Ein einziger Arzt in Pregarten ist eine Katastrophe, es gehört unbedingt ein zweiter her. Bürgermeister Kartusch wird aufgefordert, die Geschäfte ernsthafter zu führen (erhält als einziger Sitzungsgelder). Die Sparkassenkanzlei sei Gemeindekanzlei, er ist am Gemeindeamt kaum anzutreffen. Immer wieder Debatten über die Sparkassenratsbesetzung (Periode jeweils 6 Jahre).

GVV-Schulung in St. Oswald/Fr. am 23./24. März 1968.

Die Gemeinde Gutau macht sich selbständig und scheidet aus dem Fremdenverkehrsverband aus.

Beim Bezirksparlament im Volksheim am 6. April 1968 waren NR Steininger und Landesrat Prof. Demuth die Referenten.

180 Pregartner bei der Maifeier 1968 in Tragwein.

GVV-Schulung in Wartberg im GH Scheuchenpflug.

Bürgermeister Hochgatterer aus Mauthausen referiert vor dem Rentnerbund am 7. Mai.

Lagerhallenbau am Bahnhof. Betriebsgründung Telefunken. Turnhallenneubau um ein Jahr früher fertig. Kriegerdenkmal am Friedhof wird errichtet. Übergabe der Hundsdorfer Straße vom Land OÖ. an die Gemeinden Pregarten und Gutau. Derzeit 112 Schüler in der Musikschule, jetzt auch Blasmusikunterricht. Das alte Reichsvolksschulgesetz erscheint nicht mehr tragbar.

50 Jahre Republik-Feier auch in Pregarten. Krise in der CSSR.

Die Kinderfreunde betonen, Waffen sind kein Kinderspielzeug.

Gemeinderatssitzung am 5. Dezember 1968.

Die Gmundner Kleiderfabrik Allwerk startet in der alten Hauptschule (die Leiterin Frau Schmitzberger war Vorturnerin beim ATSV Gmunden).

Südtirolfahrt aller ÖVP- und SPÖ-Bürgermeister.

GVV-Schulung am 14. Dezember in Freistadt.

Oö. Präsident Hubmann spricht bei der Rentnerversammlung im Dezember 1967.

Kinderweihnachtsfeier am 21. Dezember 1968 im Volksheim.

 

1969

Erhöhung der Wasser- und Kanalgebühren. Rundfunkgebührenbefreiung für Kleinrentner.

Bei der Jahreshauptversammlung am 5. Jänner 1969 Vormittag im Volksheim mit Landtagspräsident Dr. Hartl. Umstellung auf Zweijahresperiode. 26 Neubeitritte, 10 Austritte.

Die Monatssitzungen finden weiterhin im GH Reindl statt.

Maskenjury beim diesjährigen Maskenball: Resch, Prandstötter und 2 Genossinnen. Musikapelle „Summerauer Buam“. Eintrittspreis S 15,-. Die Pregartner Kaufleute waren bei der Sammlung sehr großzügig.

Eröffnung der Turnhalle am 8. Februar 1969, diese steht den 700 Schülern und den Sportvereinen zur Verfügung.

Die Trafik am Marktplatz wird künftig Familie Jogna führen.

Neuer Obmann im Verein Volksheim wird der erfahrene Karl Bachler.

Den lustigen Nachmittag am Faschingdienstag 1969 verbrachten nicht nur viele Pregartner Pensionisten, sondern auch eine Abordnung aus Ebelsberg sowie der Landesleitung unter Landesobmann Feichtinger und Präsident Hubmann.

Ehrenzeichenverleihung für 40- und 50-jährige Mitgliedschaft am 13. April 1969 an: Karl Bachler, Vinzenz Treschl, Josef Czerwenka, Anna Czerwenka, Heinrich Feichtner, Josef Fitzinger, Johann Höllwerth, Max Jaksch, Johann Karlinger, Poldi Leimlehner, Hugo Raffeiner, Anna Roidinger, Johann Satzinger, Karl Schwinghammer, Franz Walch.

Grafiker Herbert Friedl stellt Ende April 1969 im Volksheim Grafiken aus.

Für die 40-h-Woche unterschreiben im Mai 1969 357 Pregartner.

Obmännerkonferenz am 7. Juni 1969 in Freistadt.

Gründungsfeste 50 Jahre Ortsorganisation Tragwein (ebendort) mit Landesrat Prof. Demuth am 19. Oktober 1969 und 20 Jahre Rentnerverband Mauthausen (in Pregarten).

Ein Metallschaukasten um S 380,- wird angekauft.

NR Steininger hält jeden ersten Samstag im Monat einen Sprechtag im Volksheim.

Staatliche Themen sind u.a. die Arbeitszeitverkürzung, der Butterberg, die Verstaatlichte Industrie, die Habsburgerfrage.

Am 17. August Konzert am Kalvarienberg mit der Musikkapelle Pregarten.

Am Mühlviertler Pensionistentreffen am 7. September in Pregarten nahmen einige Tausend Personen teil, u.a. NR Steininger, Bundesrat Lidl, Österreich-Präsident Hubmann, Landesobmann Feichtinger, Landessekretär Pregg, Direktor Zarzer von der PVA. Dem ältesten Teilnehmer Johann Fererberger (93) aus Mauthausen wurde ein von der Sparkasse gestifteter Geschenkkorb überreicht.

Freundschafts-Frauentreffen in Vöcklabruck am 14. September 1969 mit 12.000 Teilnehmern und 12 Musikkapellen.

Für die Arbeiterkammerwahlen am 20./21. September wird im Volksheim ein Wahllokal eingerichtet (Wahlbeisitzer: 5 SPÖ, 1 ÖVP).

ÖAMTC und ARBÖ suchen bei der Sparkasse um Errichtung einer Geschäftsstelle an.

Mit der Mondlandung beginnt ein neuer Zeitabschnitt. In Deutschland tritt Willy Brandt von der SPD als Bundeskanzler den Dienst an. Rücktritt LH-Stv. Bernaschek, es folgt Landesrat Prof. Demuth. Dessen Landesratsnachfolger wird Landtagspäsident Dr. Hartl, dies wiederum wird Gen. Schweighofer.

Bei der Bezirkskonferenz am 30. September in Freistadt wird Alois Resch als dritter Nationalratskandidat für das Mühlviertel nominiert.

Die Postmusik Linz spielt beim bunten Abend am 11. Oktober im Volksheim.

Sitzung der Jungen Generation unter Bezirksobmann Poinstingl in Freistadt.

Gemeinde: Straßenbeleuchtung wird an Fa. Leitner vergeben. Ein 15 Millionen-Frei- und Hallenbadprojekt im Leitnergraben wird in Planung gegeben. Im Hause des Bürgermeister Kartusch wird eine Notklasse errichtet, ein Schulbau wieder höchst notwendig. Eine Fernsprechstelle beim Wetterhäusl am Marktplatz soll aufgestellt werden u.v.m.

Kinderweihnachtsfeier mit den Kinderfreunden aus Mauthausen am 20. Dezember 1969.

1969

 

1970

Einführung der 43 Stunden-Woche per 1.1.1970.

Wählerversammlung am 15. Februar im GH Pribyl.

Bei den Nationalratswahlen am 1. März gab es Österreich- und Oberösterreichweit einen einmaligen Wahlerfolg. Die SPÖ in Pregarten hat um 76 Stimmen mehr als die ÖVP. Der Präsenzdienst wird auf sechs Monate herunter gesetzt.

Obmännerkonferenz am 11. April 1970 in Freistadt.

1.Maifeier 1970 in Pregarten, dabei erstmals Bezirkszusammenlegung. Referat am Marktplatz um 10 h von NR Steininger. Musikkapellen Hagenberg, Kamig, Pregarten.

Muttertagsfeier am 10. Mai im GH Haslinger in Hagenberg mit NR Anna Hager aus Enns.

Eine Kinderfreunde-Ortsgruppe soll aufgebaut werden, als prov. Obmann soll Erich Rammer fungieren. 42 Familien gründeten schließlich am 5. Juni1970 im GH Haslinger die Ortsgruppe der Kinderfreunde. Erster Obmann wird Erich Rammer, Stv. Franz Vucak, Kassier Josef Kinzl, Schriftführerin Hirsch Annemarie.

Bei der Monatsversammlung am 7. Juni im GH Reindl wird zu aller erst dem verstorbenen LH-Stv. Ludwig Bernaschek gedacht. Eine neue Parteifahne wurde angekauft.

Das Parkverbot in der Tragweiner Straße soll durch eine Kurzparkzone abgelöst werden. Die ÖBB wollen die Bahnmeisterei von Freistadt nach Pregarten verlegen, suchen Baugründe, Dienstwohnungen sollen errichtet werden. Weiters ist die Elektrifizierung Linz-Summerau geplant.

Die Gen. Bachler und Bauer sowie Bgm. Kartusch und Reisinger nehmen an der Gemeindetagung in Klagenfurt teil.

Am 26. September 1970 wird bei der Obmännerkonferenz in Freistadt u.a. eine Autobahn Linz-Unterweitersdorf-Wullowitz erwähnt.

GVV-Schulung am 17. Oktober in der AK Freistadt.

Die SPÖ gibt regelmäßig Hochzeitsgeschenke aus, diesmal an den späteren Gemeindevorstand von Hagenberg, Franz Böcksteiner.

Nikolofeier der Kinderfreunde am 5. Dezember

Karl Bachler

Bei der Jahreshauptversammlung am 6. Dezember1970 wird Karl Bachler Ehrenobmann der SPÖ Pregarten, zuvor hat er angekündigt, aus Alters- und Gesundheitsgründen alle Funktionen inkl. Vizebürgermeister mit Jahresende zurück zu legen. Landesrat Friedl spricht über die Arbeit im Landtag. Neuer Schriftführer wird Erich Brandstetter.

 Treschl

 

 

Gen. Vinzenz Treschl verfasst als Schriftführer der Partei (neben anderen Funktionen) von 1950 bis Ende 1970 sehr detaillierte und gut lesbare Protokolle – sehr zur Freude des späteren Parteichronisten Andreas Prandstötter.

Die Kinderweihnachtsfeier der SPÖ am 19. Dezember 1970 im Volksheim veranstalten erstmals die Kinderfreunde, die Musik dazu kommt von den Elmecker-Buam und den zwei Vucak-Kindern.

 

Social Media Kanäle

Besuche unsere Social Media Kanäle!